
Rutschhemmung bei Bahnübergängen
Korund. Auf das Material kommt es an
Rutschhemmung bei Bahnübergängen ist ein wesentlicher Sicherheitsfaktor für Fahrzeuge, Radfahrer und Fußgänger. Die Anforderungen an die Oberfläche gehen dabei weit über eine reine Materialfrage hinaus. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Oberflächenstruktur, Werkstoff, Entwässerung und langfristigem Verschleißverhalten.
Gerade Bahnübergänge sind besonderen Belastungen ausgesetzt. Regen, Schmutz, Frost, Schwerverkehr und wiederholte Lastwechsel wirken dauerhaft auf die Übergangsfläche ein. Damit eine Oberfläche auch unter diesen Bedingungen griffig bleibt, muss die Rutschhemmung konstruktiv berücksichtigt werden.
Bei KRAIBURG STRAIL ist die Griffigkeit deshalb Teil des Gesamtsystems. Neben der Oberflächengeometrie spielen dabei insbesondere der Gummiwerkstoff und das? einvulkanisierte Korund eine wichtige Rolle. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass die Eigenschaften der Oberfläche auch unter langfristiger Belastung erhalten bleiben.
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Fachlich begleitet durch die Anwendungstechnik von KRAIBURG STRAIL. Die Inhalte basieren auf technischen Unterlagen und Praxiserfahrungen aus dem Bahnübergangsbau.
Warum Rutschhemmung bei Bahnübergängen sicherheitsrelevant ist
Die Griffigkeit einer Oberfläche beeinflusst unmittelbar die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Bahnübergänge werden von LKWs, Kraftfahrzeugen, Fahrrädern, Fußgängern und auch von Rollstuhlfahrern genutzt. Sie müssen deshalb unter unterschiedlichsten Bedingungen sicher passierbar bleiben.
Besonders bei Nässe, Frost oder Verschmutzung steigt die Bedeutung einer rutschhemmenden Oberfläche. Gleichzeitig entstehen im Übergangsbereich Belastungen, die auf gewöhnlichen Verkehrsflächen oft nicht auftreten.
Unterschiedliche Materialübergänge, dynamische Bewegungen des Gleisoberbaus und die Spurrille stellen zusätzliche Anforderungen an die Konstruktion.
Typische Anforderungen an die Oberfläche sind:
- sichere Befahrbarkeit bei Nässe
- zuverlässige Trittsicherheit für Fußgänger
- kontrollierbares Fahrverhalten für Radfahrer
- dauerhaft stabile Eigenschaften trotz Verschleiß
- gleichbleibende Griffigkeit über lange Nutzungszeiträume
Wie Rutschhemmung auf Bahnübergängen entsteht
Rutschhemmung entsteht nicht durch einen einzelnen Werkstoff, sondern durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren.
Neben dem Material beeinflussen auch die Oberflächengeometrie, die Entwässerung und die Art der Belastung die spätere Griffigkeit. Eine Oberfläche muss Wasser ableiten können, darf keine kritischen Glättungen entwickeln und muss auch unter Verschleiß ihre Eigenschaften möglichst konstant behalten. Deshalb werden moderne Bahnübergangssysteme nicht allein über die Materialauswahl entwickelt, sondern als technisch abgestimmte Gesamtlösung betrachtet.
Damit kommt der Oberflächenstruktur eine besondere Bedeutung zu. Sie beeinflusst, wie zuverlässig Wasser verdrängt wird und wie sicher die Oberfläche auch bei Nässe, Verschmutzung oder winterlichen Bedingungen genutzt werden kann.
Bei STRAIL Bahnübergangssystemen wirken dabei mehrere Komponenten zusammen:
- Pyramiden-Oberflächenstruktur der Gummiplatten
- Eigenschaften des Gummiwerkstoffs
- Entwässerung kritischer Bereiche
- einvulkanisierter Korund
- konstruktive Auslegung der Übergangsfläche

Welche Rolle spielen Oberflächenstruktur und Korund
Die Oberflächenstruktur bestimmt wesentlich, wie sicher sich eine Verkehrsfläche bei Nässe und Verschmutzung nutzen lässt.
Deshalb kommt der Gestaltung der Oberfläche bei Bahnübergangssystemen eine besondere Bedeutung zu. STRAIL-Systeme verfügen über eine Pyramidenstruktur mit zusätzlich eingestreutem Korund. Korund zählt zu den härtesten natürlichen Mineralien und wird während der Herstellung in die Oberfläche einvulkanisiert. Dadurch bleibt das Material nicht nur auf der Oberfläche liegen, sondern wird dauerhaft in die Struktur eingebunden.
Für die technische Wirkung sind mehrere Eigenschaften entscheidend:
- hohe Härte des Korunds
- dauerhafte Einbindung durch Vulkanisation
- Widerstandsfähigkeit gegen Verschleiß
- Unterstützung der Oberflächengriffigkeit
- langfristige Stabilität der Eigenschaften
Gerade die dauerhafte Verbindung zwischen Korund und Gummiwerkstoff unterscheidet sich von Verfahren, bei denen griffige Bestandteile lediglich aufgebracht oder beschichtet werden.


SRT-Wert, TP-Griff und DIN EN 13036-4 erklärt
Die Rutschhemmung von Verkehrsflächen lässt sich mit normierten Prüfverfahren objektiv bewerten.
Im Straßen- und Eisenbahnumfeld kommen dafür Verfahren zum Einsatz, die eine nachvollziehbare und vergleichbare Beurteilung der Oberflächengriffigkeit ermöglichen. Eine zentrale Größe ist der SRT-Wert. Er ist das Ergebnis des Pendelverfahrens: Ein Pendelgerät mit genormter Gummigleitfläche (Slider 57) schwingt über die mit Wasser benetzte Oberfläche, aus dem Energieverlust wird ein Zahlenwert berechnet. Je höher dieser Wert, desto besser die Griffigkeit im nassen Zustand. Genau dieser Zustand ist bei Bahnübergängen entscheidend.
Das Verfahren regelt die DIN EN 13036-4 als europäische Referenznorm. In Deutschland wird sie durch die TP Griff-StB (SRT) umgesetzt, die Technischen Prüfvorschriften für Griffigkeitsmessungen im Straßenbau. Die SRT-Werte der STRAIL-Systeme werden regelmäßig durch unabhängige Prüfungen nach DIN EN 13036-4 verifiziert. Wichtig für die Einordnung: Ein SRT-Wert beschreibt die Griffigkeit unter den definierten Prüfbedingungen. Welcher Mindestwert im Einzelfall gefordert ist, hängt vom Anwendungsbereich und den jeweils geltenden Vorgaben ab. Maßgeblich sind deshalb immer die für das konkrete Projekt anzuwendenden Regelwerke und nicht ein pauschaler Zielwert.
Wenn mehrere Faktoren die Griffigkeit beeinflussen, stellt sich die Frage, welche Rolle die Oberfläche selbst spielt. Genau hier wird der Einfluss von Oberflächenstruktur und Korund sichtbar. Um Oberflächen objektiv vergleichen zu können, braucht es jedoch nachvollziehbare Messverfahren. Deshalb spielen SRT-Wert, TP-Griff und die DIN EN 13036-4 eine wichtige Rolle. Messwerte beschreiben den Zustand einer Oberfläche zu einem bestimmten Zeitpunkt. Für Betreiber ist jedoch entscheidend, wie dauerhaft diese Eigenschaften unter realen Belastungen erhalten bleiben.
Warum dauerhafte Griffigkeit wichtiger ist als Anfangswerte
Eine Oberfläche muss ihre Eigenschaften nicht nur im Neuzustand, sondern über viele Jahre hinweg behalten. Gerade bei stark belasteten Bahnübergängen wirken ständig Verkehr, Witterung und Verschleiß auf die Oberfläche ein.
Für Betreiber stellt sich deshalb weniger die Frage nach dem ersten Messergebnis als nach dem Langzeitverhalten eines Systems. Eine Oberfläche kann unmittelbar nach dem Einbau sehr gute Werte erreichen. Entscheidend ist jedoch, wie sie sich nach tausenden Überfahrten und jahrelanger Nutzung entwickelt.
Dabei spielen unter anderem folgende Faktoren eine Rolle:
- Verkehrsbelastung
- Schwerverkehr
- Frost und Tauwechsel
- Verschmutzung
- mechanischer Abrieb
- Alterung des Materials
Erst das Zusammenspiel dieser Einflüsse zeigt, wie dauerhaft eine Oberfläche ihre Sicherheitsreserven bewahrt.em Öffnen des Übergangs zeigt sich häufig der tatsächliche Aufwand im Bestand.

Rutschhemmung für Fahrzeuge, Radfahrer und Fußgänger
Unterschiedliche Verkehrsteilnehmer stellen unterschiedliche Anforderungen an die Oberfläche eines Bahnübergangs.
Der wesentliche Unterschied liegt in der Aufstandsfläche und in den wirkenden Kräften. Kraftfahrzeuge übertragen über breite Reifen hohe Brems-, Beschleunigungs- und Querkräfte auf die Übergangsfläche. Eine griffige Oberfläche muss diese Kräfte zuverlässig aufnehmen.
Fahrräder und Fußgänger haben dagegen eine sehr kleine Aufstandsfläche. Dadurch wirken sich glatte Stellen, ungünstige Querungswinkel der Spurrille oder Unebenheiten unmittelbarer auf die Sicherheit aus. Was für ein schweres Fahrzeug noch unkritisch ist, kann für einen schmalen Reifen, einen Rollstuhl oder einen Fußgänger bereits zum Risiko werden.
Eine sichere Querung entsteht deshalb nicht durch einen einzelnen hohen Messwert, sondern durch eine Konstruktion, die den Anforderungen aller Nutzergruppen gleichzeitig gerecht wird.
Spezielle Lösungen für Radfahrer und Fußgänger
Für Querungen mit hohem Rad- und Fußgängerverkehr hat KRAIBURG STRAIL eigene Systeme entwickelt: velo und pede.
Beide sind auf die besondere Situation kleiner Aufstandsflächen abgestimmt. Im Vordergrund steht eine sichere und barrierefreie Übergangsfläche, ohne den Schienenverkehr zu beeinträchtigen. t Damit werden genau die Punkte adressiert, die für schmale Reifen, Rollstühle oder Kinderwagen kritisch sein können.
- velo ist speziell auf die Anforderungen des querenden Zweiradverkehrs oder für Personen mit Mobilitätseinschränkungen ausgerichtet und schließt mit einem Gummi-Wechselteil die Spurrille fast vollständig.
- pede ist für den Fußgänger- und Radverkehr ausgelegt.
In beiden Fällen sorgt die rutschhemmende Oberfläche für eine sichere und komfortable e Querung auch bei Nässe. Eingesetzt werden solche Lösungen vor allem dort, wo viele Radfahrer und Fußgänger eine Bahnstrecke queren, etwa in Innenstädten, an Bahnhöfen oder auf Schulwegen.
Die Anforderungen an die Oberfläche unterscheiden sich jedoch je nach Nutzergruppe erheblich. Was für ein schweres Fahrzeug ausreichend ist, kann für Radfahrer oder Fußgänger bereits kritisch sein. Welches System sich eignet, hängt letztlich vom Einsatzbereich ab. Wie stark eine Querung beansprucht wird, entscheidet ebenso über die dauerhafte Griffigkeit wie die Oberfläche selbst.
Rutschhemmung unter Verschleiß, Witterung und Belastung
Wie dauerhaft eine Oberfläche unter Verschleiß und Witterung griffig bleibt, hängt stark vom jeweiligen Einsatzbereich ab.
Hauptstrecken, Industriequerungen und Fußgängerüberwege weisen sehr unterschiedliche Belastungsprofile auf. Ein stark befahrener Bahnübergang stellt andere Anforderungen an Werkstoff und Oberflächenstruktur als ein Überweg mit überwiegend Fuß- und Radverkehr.
Im laufenden Betrieb zeigt sich, wie gut Oberflächenstruktur, Gummiwerkstoff und einvulkanisierter Korund zusammenwirken. Da der Korund fest in die Gummistruktur einvulkanisiert ist, bleibt die griffige Wirkung auch dann erhalten, wenn die Oberfläche über Jahre durch Verkehr und Witterung beansprucht wird.
Entscheidend ist deshalb, dass das System zum konkreten Belastungsprofil passt und seine Griffigkeit über die gesamte Nutzungsdauer möglichst konstant hält.
Was Betreiber bei der Bewertung prüfen sollten
Die Bewertung der Rutschhemmung sollte immer das Gesamtsystem berücksichtigen. Einzelne Messwerte sind wichtig, geben aber nur einen Teil der tatsächlichen Eigenschaften wieder.
Wichtige Prüfpunkte sind:
- Welche Prüfverfahren wurden angewendet?
- Werden die Werte regelmäßig überprüft?
- Wie wird die Griffigkeit langfristig erhalten?
- Welche Rolle spielen Werkstoff und Oberflächenstruktur?
- Wie verhält sich die Oberfläche unter Verschleiß?
- Gibt es Erfahrungen aus vergleichbaren Einsatzbereichen?
- Welche Nutzergruppen sollen die Querung verwenden?
Diese Fragen helfen dabei, die tatsächliche Leistungsfähigkeit einer Oberfläche besser einzuordnen.

Fazit zu Rutschhemmung bei Bahnübergängen
Sicherheit beginnt bei Bahnübergängen an der Oberfläche. Eine dauerhaft griffige Übergangsfläche unterstützt die sichere Nutzung durch Fahrzeuge, Radfahrer und Fußgänger gleichermaßen.
Bei STRAIL Bahnübergängen entsteht die Rutschhemmung durch das Zusammenspiel von Oberflächenstruktur, Gummiwerkstoff, Entwässerung und einvulkanisiertem Korund. Entscheidend ist dabei nicht nur die Griffigkeit im Neuzustand, sondern deren langfristige Erhaltung unter realen Betriebsbedingungen.
Für Betreiber bedeutet das: Die Bewertung einer Oberfläche sollte immer das gesamte System berücksichtigen. Erst das Zusammenspiel aller Komponenten entscheidet darüber, wie sicher und dauerhaft ein Bahnübergang genutzt werden kann.
Rutschhemmung bei Bahnübergängen: Sicherheit über die gesamte Nutzungsdauer
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